17.10.2025

Oktober mitten drin


Die Woche bzw. Wochen vergingen wie im Flug. Entscheidungen wurden getroffen und den Herbst genossen. Im Wald, ein Wochenende in und um München.

 Spaziergang im Herbstwald



Schaubäckerei mit leckerstem Brot ever in München  reiner Sauerteig und von Hand gemacht


und ein bisschen Seeluft geschnuppert - Tegernsee


Aber jetzt erstmal ein kleines Resümee. Bei mir ist es inzwischen ja gut eineinhalb Jahre her, dass ich aufhörte zu Arbeiten weil ich in Rente ging. Früher. Ich bereue keinen einzigen Tag. Im Oktober letzten Jahres folgte dann ein gutes halbes Jahr später der Gatte. Dieser ging ganz regulär in Rente.

Wir haben uns zusammengeruckelt. Tun es immer noch.... Die Formatierung hat so manche Macken. Mein Facility-Manager will klammheimlich die Führung übernehmen.... tztztztzt.... führt ein Haushaltsbuch, kauft ein, kocht - das macht er mit Hingabe und ausgezeichnet. Sein urspünglicher Berufswunsch war ja Koch aber er musste ja Kfz-Mechaniker lernen wegen dem Betrieb von seinem Vater. Die Rollen sind inzwischen gut aufgeteilt wer was macht oder auch nicht. 

Sind ja dann doch andere Zeiten. Die Kinder groß, nicht mehr den ganzen Tag auf Arbeit etc. Eine Umstellung eben. Du kannst einfach liegen bleiben. Du kannst aufstehen, dich ins Auto setzen am Dienstag einfach so und einen Ausflug machen. Du kannst ohne Stress in den Garten, in die Stadt, du kannst, dir Zeit lassen beim Kochen. Ja sogar die Rezepte die man findet landen nicht mehr im Nirwana der zwölftausendundvierundreißig Screenshort die man für mach ich später kopiert hat. Das Buch wird ohne schlechtes Gewissen zu Ende gelesen, die Musikcd gehört. Es ist Ruhe eingekehrt.
Gut da ist noch die Mutter mit ihren 86 die immer mal wieder für Aufregung sorgt aber gut wir sind zu dritt und es hält sich (noch) in Grenzen.
Wir haben renoviert, aufgeräumt, den Nachlass und die Dokumente sortiert, waren beim Notar und eben alles geregelt. 

Es gibt da auch noch eine kleine Liste von Reisen die wir gerne machen würden und auch werden. Dinge die wir uns noch wünschen. Und die Renovierungsarbeiten müssen noch abgeschlossen werden. Die Handläufe und Geländer in den OG und den Keller müssen abgeschliffen und gestrichen werden und die Flure brauchen noch frische Farbe aber hierfür haben wir ja den ganzen Winter Zeit.

Kennt ihr das, da ist es das Gefühl, ganz hinten im Bauch und im Kopf und es lässt einen nicht los? So ging es mir schon einige Wochen. 
Und da ist es das Gefühl. Mir reicht es nicht. Mir fehlt etwas. So habe ich vor ein paar Wochen meinen alten Chef angeschrieben "ich suche einen Minijob". Vor gut zwei Wochen hab ich den Vertrag unterzeichnet und ich kann vorerstmal befristet 2 x 4 Stunden ins Büro. Letzte Woche hatte ich bereits die ersten zwei Tage. Verrückt, bekloppt. Kann sein. Aber mein Bauch wusste es schon viel länger, dass ich noch ein bisschen arbeiten möchte. 

Sicher wird es Einige geben, die mich nicht verstehen. Ja mir wurde der Job zum Schluss zu viel aus verschiedenen Gründen. Und ich war froh erstmal raus zu sein. Aber jetzt ist es anders. Ich muss ja nicht. Ich mache jetzt den Teil aus meinem ehemaligen Aufgabengebiet der im Hintergrund läuft und dem bisher keine Beachtung geschenkt wurde. Controlling zwischen den beteiligten Behörden und Marktpartnern und berichtige die Daten bzw. den Datenaustausch. 

Gestern war ein schattiger nebliger Herbsttag wie ich ihn liebe. Am Waldrand etwas laufen, Einkäufe erledigt und dann gemütlich bei einer Tasse Tee in den Zeitungen geblättert und die Liste fürs Wochenende geschrieben.

LG
Ursula

15 Kommentare:

  1. Das Geld fehlt halt, gell.
    Grüße Elisabeth

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    1. Nicht unbedingt Elisabeth. Es geht auch so und doch ja so ein paar Euro mehr verachtet keiner. Und ja die Inflation und die ganzen Verteuerungen haben die Rentenplanung schon durcheinandergebracht. Da müssen wir uns auch neu sortieren. Wer weiss noch alles kommt...

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  3. Zwischen 'müssen' und 'wollen' liegt ein himmelweiter Unterschied. Ich kann mir gut vorstellen, dass es sich viel entspannter arbeitet, wenn man das aus freien Stücke selbstbestimmt tut und im Zweifel auch einfach sagen kann "jetzt könnt ihr mich alle mal". Bis es bei mir soweit ist, muss ich mich mit so manchem arrangieren, das ich nicht gut finde aber solange das 'große Ganze' stimmt, kann ich mich wohl glücklich schätzen. Bis dahin linse ich immer mal wieder neidisch über den Tellerrand 😉.
    Liebe Grüße!

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    1. Das ist richtig. Wenn man sich noch arrangieren kann dann geht es auch. Es ist überall etwas. Nur habe ich gerade das Gefühl, dass eben vermeht die Angst umgeht und schürt viele Jobs fallen weg, die Konseuquenzen daraus, die aktuellen Entwicklungen. Ich bin sowas von dankbar. Unsere Urlaubsbekannten sie ist auch in Rente und geht auch 2 x vormittags noch beim alten Chef arbeiten, die Bedienung im Hotel ist 75 sieht man ihr gar nicht an sie jobbt noch und von diesem Geld geht sie dann über die Wintermonate auf die Canaren oder die Grundschullehrerin der Tochter lange in Rente geht schon über 10 Jahre auf den Wochenmarkt und verkauft Samstags Obst......
      Und so lagen das Große Ganze stimmt vollkommen Recht.

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  4. ich verstehe dich!
    auch wenn ich ein komplett anderes leben geführt habe und auch noch führen werde, wenn mal die 3,58€ rente überwiesen werden........
    aber nur haushalt und bissl garten und ausflüge ist zwar schön, aber eben doch nicht abendfüllend. ich brauche zum beispiel immer die möglichkeit, etwas zu gestalten - als in der wolle gekochte designerin. und da rede ich nicht von bastelarbeiten :-D
    xxx

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    1. ja die liebe Rente.... Ich würde ja gerne in eine AltenWG ziehen nur mal so gesagt.... irgenwann muss ich ja mal unvernünftig sein. Stimmt wir haben ein anderes Leben geführt. Rebellisch sein wurde bei mir im Elternhaus unterdrückt wer weiß wo ich sonst wäre. Ich wollte ja hinaus in die Welt ins Hotelfach durfte aber nicht meine damalig Freundin die durfte.
      Aber es gibt ja auch die Zeit zwischen 60 und 90 gelle...

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  5. Nein, bekloppt finde ich das gar nicht. Wenn es für dich so stimmt und du den Wunsch hast, dann mach das. Sollte es dich irgendwann wieder belasten, dann kannst du ja - einfach so- wieder aussteigen. Die Rente kommt, von daher.....
    Ich glaube nicht, dass ich jemals wieder arbeiten werde, sobald ich pensioniert bin. Ich habe dann 45 Jahre meines Lebens "ans Arbeiten gehängt", und das reicht. Vollkommen. Ich freue mich soooooooo sehr auf die Zeit, in der ich die Tage einfach leben kann, so wie mir der Sinn steht- und ich hoffe, dass ich diese Zeit auch erreiche. Ist ja nicht selbstverständlich, gell?
    Mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit wird dann ein Hund einziehen hier. Und alles weitere wird sich weisen. In allerspätestens 4 1/2 Jahren ist es soweit (leider, leider, leider wurde in der CH ja kürzlich das Rentenalter für Frauen um ein Jahr erhöht..... 😡). Ich hoffe so sehr, dass ich etwas früher aufhören kann- aber das muss erst mal realistisch durchgerechnet werden. Denn hier muss ich mir für die Zeit, die ich früher in Pension gehe, meinen Auskommen finanzieren UND weiter die Rentenbeiträge einzahlen. Das ist ein ordentlicher Brocken. Ich hoffe, dass ich das irgendwie schaffe......
    Liebe Grüsse!

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    1. Oh ein Hund. Gut das ist bei uns vom Tisch, denn dann bin ich/wir abhängig wir waren einfach viel zu sehr eingeschränkt, dass wir uns damit wieder festbinden. Wir wollen ja noch ein bisschne Reisen. Ja ich hab es mitbekommen, mit dem Rentenalter der Frauen. Blöd.
      Ich hab ja Rente mit Abschlag weil ich früher ging aber das wusste ich ja, aber ist jeden Cent wert nicht zu haben die Zeit gibt mir keiner mehr.

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  6. Liebe Ursula,
    dein Resümee liest sich einfach wunderbar – so ehrlich, warm und lebensnah!
    Ich finde es großartig, wie ihr euren neuen Alltag gemeinsam gestaltet und euch Schritt für Schritt eingegroovt habt.
    Diese Mischung aus Freiheit, Ruhe und doch neuen Aufgaben klingt richtig stimmig. Dass du dich entschieden hast, noch einmal ein bisschen zu arbeiten, finde ich sehr schön. Es zeigt, wie wichtig es ist, auf das eigene Bauchgefühl zu hören.

    Und ja, beim Lesen bekomme ich direkt Lust auf die Rente – so entspannt und erfüllt, wie du das beschreibst, darf das Leben nach dem Beruf gerne aussehen.
    Ich wünsche euch weiterhin viele schöne Momente, spannende kleine Projekte und ganz viel Freude an diesem neuen Lebensabschnitt!

    Herzliche Grüße
    Jutta

    Herzliche Grüße
    Jutta

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    1. Jutta ja einfach das Gefühl nicht mehr zu müssen ist goldwert .

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  7. Oh, ich kann dich gut verstehen. Ich arbeite zwar noch, aber ich habe den Verdacht, dass ich ab und an doch gerne noch eine Schicht übernehmen möchte. Man wird sehen. Ich habe ja noch ein paar Jahre.
    Lieben Gruß
    Andrea

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    1. In deinem Job ist ja eher einfacher mal so ein paar Stunden dann zu arbeiten. Die Tante meines Mannes hat bis weit über 70 noch Nachtwache gemacht

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  8. Ja, da liest manches, was ich gut verstehe. Wenn Du Spaß an Deiner Tätigkeit hast, dann ist das genau richtig.
    Ich bin Rentnerin würde gerne noch unterrichten aber die gesundheitliche Situation bremst mich vollkommen aus. Es hieß sich damit arrangieren. Alles hat seine Zeit und nun betätige ich mich künstlerisch.
    Herbstbunte Grüße von Heidrun

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  9. Ich kann dich gut verstehen! Ich würde zwar auch die Freiheit wollen, meinen Tag so zu gestalten, wie ich möchte, aber die Arbeit würde mir vermutlich auch fehlen, deshalb würde ich mir bestimmt auch einen "Nebenjob" suchen. Bzw. einen Minijob wie du. Ich finde das gar nicht verkehrt. Und an zwei Tagen pro Woche überschaubar, dann hast du immer noch ganz viel Freizeit... Freizeit ohne Arbeit ist ja eigentlich keine, gell? Kann man nicht so genießen... :-)))
    Am Tegernsee war ich auch lang schon nimmer, muss ich mal wieder hinfahren...
    Liebe Grüße, Maren

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